Von Benjamin Krieger
Nach der Rally der vergangenen Tage streichen Investoren Gewinne ein. Im frühen Handel geben die Kurse an Europas Börsen überwiegend nach. Der DAX hält sich mit einem Minus von 0,2 Prozent auf 6.745 Zähler noch vergleichsweise stabil. Die meisten anderen europäischen Börsen melden etwas höhere Kursabgaben. "Es scheint als seien die Investoren zufrieden mit den Kursgewinnen dieser Woche", sagt Stan Shamu von IG Markets.
Nachdem in den vergangenen Tagen die erste große Welle von Quartalsberichten der Unternehmen über die Finanzmärkte geschwappt ist, beruhigt sich die Nachrichtenlage am Freitag. Vodafone hat im ersten Quartal 7,7 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahr. Die starke Fokussierung auf die europäischen Märkte macht dem größten Mobilfunkanbieter der Welt zu schaffen. Die Aktie verliert zwei Prozent und zieht auch British Telecom um 0,6 Prozent nach unten.
Deutsche Post sind mit einem Abschlag von 2,1 Prozent größter Kursverlierer im DAX. "Die Insolvenz von Neckermann belastet das Ergebnis der Post", sagt ein Händler. Dem "Handelsblatt" zufolge kann die Insolvenz zur Abschreibung einer hohen zweistelligen Millionen-Euro-Summe bei der Deutschen Post führen.
RWE fallen um zwei Prozent, nachdem die Bank UBS die Aktie auf "Verkaufen" gesenkt hat. Im Fahrwasser der RWE-Aktie verlieren auch E.ON 0,9 Prozent auf 17,60 Euro, obwohl UBS das Kursziel für die Aktie um zwei auf 19 Euro erhöht hat. Der US-Broker Jefferies hat die Aktien von Fresenius Medical Care und auch die des Mutterkonzerns Fresenius auf "Halten" von "Kaufen" gesenkt. Beide Papiere geben um rund ein Prozent nach.
Zukauf von Heineken in Asien schmeckt den Anlegern
In Amsterdam steigen Heineken um 1,7 Prozent. Der Getränkekonzern will den Anteil am asiatischen Bierbrauer Asia Pacific Breweries (APB) aufstocken. Für rund 4,1 Milliarden Dollar wollen die Niederländer, die bereits 41,9 Prozent der APB-Aktien besitzen, weitere 40 Prozent der Papiere kaufen. Diese sind in den vergangenen drei Tagen bereits um mehr als 20 Prozent nach oben geschossen auf 42 Singapur-Dollar. Heineken bietet 50 Singapur-Dollar je Aktie. APB hat mit Marken wie "Tiger Beer", "Barons's Strong Brew" und "Archipelago" im vergangenen Jahr knapp 3 Milliarden Singapur-Dollar umgesetzt.
Am Mittag legt mit General Electric ein Schwergewicht in den USA Quartalsergebnisse vor. Die könnten auch die Aktien von Siemens und ABB bewegen.
Der Euro tritt im frühen europäischen Devisenhandel zu Dollar, Yen und Pfund Sterling auf der Stelle. Zur US-Währung wird die Gemeinschaftswährung mit 1,2265 Dollar bezahlt. Schon seit zwei Wochen bewegt sich der Euro in einer engen Spanne zwischen 1,2170 und 1,2320 Dollar. Jegliche Erholungsversuche des Euro werden nach Aussage von Beobachtern von der Schuldenkrise in der Eurozone zunichte gemacht.
DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Do, 18.03 Uhr EUR/USD 1,2272 -0,0% 1,2275 1,2259 EUR/JPY 96,4290 -0,1% 96,5086 96,3476 EUR/CHF 1,2013 +0,0% 1,2010 1,2011 USD/JPY 78,5850 -0,1% 78,6325 78,5930 GBP/USD 1,5694 -0,2% 1,5720 1,5716
DJG/bek/raz
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July 20, 2012 03:52 ET (07:52 GMT)
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