Update UniAsiaPacific: Negative

Beim UniAsiaPacific gibt es derzeit zu viele Unsicherheitsfaktoren.

Natalia Wolfstetter 29.01.2014

Der UniAsiaPacific erlebte seit Herbst 2012 zwei Managerwechsel. Der langjährige Manager Hans Hölzl verließ Union Investment Ende Sept. 2012. An seine Stelle trat zunächst der ehemalige Leiter des Emerging-Markets-Teams, Grant Yun Cheng. Nach dessen Weggang im Juni 2013 übernahm die Japan-Spezialistin Hannah Cunliffe das Ruder. Cunliffe kann auf langjährige Kapitalmarkterfahrung und gute Ergebnisse mit Japan-Aktienfonds verweisen. Für Asien ohne Japan liegt uns jedoch kein öffentlich verfügbarer Track Record als leitende Managerin vor. Cunliffe gehörte wie Hölzl und Cheng dem Emerging-Markets-Team an, dessen verbleibende Mitglieder 2013 in das globale Aktienteam integriert wurden, nachdem Union Investment davon Abstand genommen hat, Asien und die Schwellenmärkte zu einer Kernkompetenz zu entwickeln.

Während Hans Hölzl stark mit Top-Down-Entscheidungen arbeitete, die er über breite Aktienkörbe mit hoher Beimischung von Nebenwerten umsetzte, liegt der Fokus nun auf der Einzeltitelauswahl nach fundamentalen Kriterien. Die neue Fondsmanagerin achtet insbesondere auf gute Geschäftsmodelle, solide Bilanzen und eine angemessene Bewertung. Der Schwerpunkt wird künftig auf Large Caps liegen. Die Allokation in Bezug auf Länder, Währungen und Sektoren hat sich der Benchmark MSCI AC Asia Pacific ex Japan angenähert.

Die schwache Entwicklung im Jahr 2013 ist angesichts der Umbaumaßnahmen im Portfolio begrenzt aussagekräftig. In Bezug auf die Rendite und das Risiko erwarten wir durch die stärker an der Benchmark orientierte Aufstellung künftig weniger Abweichungen vom Durchschnitt der Kategorie. Ob die Strategieanpassung dem Fonds langfristig und nach Kosten zu einem Vorsprung gegenüber Vergleichsfonds verhelfen kann, bleibt abzuwarten. Die geringeren Ressourcen und das nachlassende Bekenntnis zu den Emerging Markets und Asien innerhalb des Unternehmens sind nicht dazu angetan, Vertrauen zu wecken. In der Kategorie ‚Aktien Asien ohne Japan‘ gibt es derzeit wesentlich attraktivere Alternativen, so dass wir das Rating auf ‚Negative‘ setzen.

Über den Autor

Natalia Wolfstetter  ist Director Fund Analysis bei Morningstar