Welche Fonds die Tesla-Aktie halten

Die Zahl der Investmentfonds, die einen signifikanten Anteil Tesla-Aktien halten, ist bislang überschaubar.

Michael Haker 11.04.2016

Der Elektroautohersteller Tesla ist bereits ein Shooting Star der Automobilbranche und steht doch erst ganz am Anfang seines Wachstumszyklus (lesen Sie hier mehr zu unserer Einschätzung der Tesla-Aktie). Zwar geht einiges an Unsicherheit mit der Unternehmensentwicklung einher. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob es Tesla schaffen wird, die Elektromobilität auf breiter Ebene verfügbar zu machen, oder die Fahrzeuge Produkte für Wohlhabende bleiben werden. Die Kursentwicklung der vergangenen Jahre zeigt jedoch, dass Investoren vor allem die Chancen sehen. Den grssten Kurssprung legte die Aktie 2013 hin, wo sie bei 35,36 US-Dollar das Jahr bekann und bis zum 31.Dezember 2013 auf 149 Dollar kletterte. Seitdem stieg sie um weitere 66,8% und notiert am 13. April 2016 zu Handelsbeginn in New York bei 248,51 US-Dollar.

Ist auch Ihr Fonds bei Tesla von der Partie? Vermutlich eher nicht

Die Zahl der Investmentfonds, die einen signifikanten Anteil Tesla-Aktien halten, ist bislang überschaubar geblieben. Mit einem durchschnittlichen Anteil von 2,7% ist der Elektroautoherstellers am stärksten in Fonds der Morningstar Kategorie „Branchen Ökologie“ vertreten. Das verwundert nicht, da die allermeisten Ökofonds, die strikte (Negativ-)Kriterien und keinen Best-in-Class Ansatz anwenden, bei Automobilherstellern auf solche Hersteller angewiesen sind, bei denen Elektromobilität nicht nur eine Beimischung im Produktportfolio darstellt.

Global anlegende Fonds, die flexibel in Large, Mid und Small Caps anlegen, sind mit einem durchschnittlichen Gewicht von 2,3% ebenfalls in substanziellem Maße in Tesla investiert wie auch Fonds der Morningstar Kategorie Aktien weltweit Nebenwerte (1,9%). Danach sind die Tesla-Dosen in Fonds homöopathisch zu nennen.

Auf Fondsebene finden wir mit einem Gewicht von acht % den höchsten Tesla-Anteil im UniSector Klimawandel, (nicht in der Schweiz zum Vertrieb zugelassen) der weltweit in Unternehmen mit Fokus auf alternative Energien, Umwelttechnologien und Recycling investiert. Den zweitgrößten Anteil hielt per Ende Februar 2016 noch der Mischfonds GFS Strategic IV AMI (nicht in Österreich und der Schweiz zum Vertrieb zugelassen) mit 3,63%. Das war der Monat, in dem die Tesla-Aktie eine regelrechte Tal- und Bergfahrt hinlegte: vom 1.2. bis  10.2. stürzten Tesla-Papiere um gut 27% ab, berappelten sich bis Ende Februar aber wieder auf 191 US-Dollar je Anteil und machten die Verluste damit wieder fast vollständig wett. Der GFS Strategic hat zwischenzeitlich per Ende März 2016 sein Tesla-Engagement auf 1,36% reduziert. Andere Fonds mit größeren Tesla-Positionen sind der Heptagon Future Trends (nicht in der Schweiz zum Vertrieb zugelassen) (3,6%), Murphy & Spitz Umweltfonds Deutschland (nicht in der Schweiz zum Vertrieb zugelassen) und der Credit Suisse Global Prestige Equity Fund.

Mit Blick auf passive Investments finden sich die größten Tesla-Anteile in recht exotischen Aktienindizes, etwa in ETFs, die den NASDAQ Clean Edge Green Energy abbilden. In diesem Index findet sich mit 10% der größte Anteil des Pioniers für Elektromobilität und es ist zudem die größte Position im Index. Ebenfalls signifikante Tesla-Anteile finden sich in den Sektor-ETFs auf den NASDAQ OMX Global Automobile (nicht in der Schweiz zum Vertrieb zugelassen) und den Solactive Global Lithium mit einem Anteil von je gut 5,2%, sowie im WilderHill Clean Energy (4%).

 

Über den Autor

Michael Haker  Michael Haker ist Research Editor bei Morningstar.