Bringt Microsoft Apple ins Schwitzen?

„Surface Studio“ könnte eine überzeugende Alternative zum iPad und den Mac-Produkten werden. Preis des neuen All-in-One-PC allerdings happig.

Microsoft hat am 26. Oktober eine Reihe neuer Surface-Geräte vorgestellt. Das Unternehmen kündigte Neuerungen bei der zunehmend beliebten Surface Book-Produktreihe an und präsentierte das neue Spitzenprodukt „Surface Studio“, einen All-in-One-PC. Unser erster Eindruck lautet, dass diese Produkte eine überzeugende Alternative zu den iPad- und Mac-Produktreihen von Apple darstellen. 

Surface Studio ist ein 27-Zoll-All-in-One-PC, der hauptsächlich für kreative Nutzer gedacht ist. Apple ist seit langem der von kreativen Köpfen bevorzugte Desktop-Anbieter, aber Surface Studio kann gegenüber dem iMac mit einzigartigen Funktionen aufwarten. Zu den interessanten Merkmalen gehören ein Touchscreen, neue 3-D-Möglichkeiten mit dem Windows Creators Update sowie das Surface Dial, ein Eingabegerät, das sowohl im Onscreen- als auch im Offscreen-Modus verwendet werden kann. Der Preis erscheint ziemlich happig: Das Surface Studio kostet ab 3.000 USD aufwärts verglichen mit 1.500 USD für ein iMac mit Retina Display. Unseres Erachtens ist dieser Preis jedoch angesichts der Spezifikationen und Funktionen gerechtfertigt. 

Allerdings führen sie nicht zu einer Änderung unserer Fair-Value-Schätzung von 63 USD oder unserer Einstufung eines breiten Wettbewerbsvorsprungs. Mit seinem Smartphone-Geschäft ist Microsoft bitter gescheitert, der Konzern etabliert sich dafür aber mit seinen Surface Pro und Surface Book-Geräten als Anbieter erstklassiger Hardware auf dem Markt für Zwei-in-Eins-Geräte. Indes wird das Hardware-Geschäft von Microsoft auch weiterhin sehr zyklisch verlaufen und dürfte die Margen bis auf Weiteres allgemein belasten. 

Der von uns taxierte faire Wert der Microsoft-Aktie beläuft sich auf 63 US-Dollar. Am Freitag, 28.10.2016 lag der Schlusskurs an der NASDAQ bei 59,87 US-Dollar. 

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