Ciscos Umbaupläne scheinen zu fruchten

Cisco durchläuft derzeit einen grundlegenden Wandel hin zu einem eigenständigen Software- und Dienstleistungsunternehmen.

Ciscos Auftakt für sein Geschäftsjahr 2018 entsprach weitgehend unseren Erwartungen. Die Vorgabe eines Umsatzwachstums von 1% bis 3% im kommenden Quartal fiel jedoch höher als erwartet aus. Das Unternehmen setzt seine Strategie erfolgreich fort, das rückläufiges Geschäft mit Hardwareprodukten für Rechenzentren mit Abonnements und zusätzlichen Dienstleistungen zu kombinieren, die neben hohen Bruttomargen auch wiederkehrende Umsatzströme garantieren. Dies dürfte den Umsatzrückgang des Unternehmens bremsen und Schutz vor Preisverfall bieten.

Cisco durchläuft derzeit einen grundlegenden Wandel hin zu einem eigenständigen Software- und Dienstleistungsunternehmen, der zu weiten Teilen durch Fusionen und Übernahmen erreicht wird. Diese Strategie hat allmählich spürbare Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung des Unternehmens. Unserer Einschätzung nach wird unsere These durch die anstehende Übernahme von BroadSoft im Wert von 1,9 Mrd. USD zusätzlich gestützt.

Cisco ist zwar noch nicht ganz aus dem Gröbsten heraus, seine Strategie trägt jedoch allmählich Früchte. Daher heben wir unsere Fair-Value-Schätzung leicht um 1 USD auf 34 USD pro Aktie an und halten an unserem Narrow Moat Rating (enger Wettbewerbsvorsprung) mit stabilem Trend fest.

Die Aktie legte nachbörslich um 5% zu, und wir würden interessierten Anlegern empfehlen, einen Kursrückgang abzuwarten. Der Konzernumsatz belief sich auf 12,1 Mrd. USD, was dem Ergebnis des vorherigen Quartals entsprach und gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 1,7% darstellt. Das Segment Infrastrukturplattformen gab gegenüber dem Vorjahr um 4% nach, was anhaltender Schwäche im Bereich Service Provider und Enterprise Routing zuzuschreiben war. Der Umsatz mit Switching-Produkten ging leicht zurück, die Unternehmensleitung hob jedoch die solide Annahme seiner neuen Catalyst 9000-Plattform hervor, die ein obligatorisches Abonnement umfasst und den Aufrüstungszyklus von Universitäten ankurbeln dürfte. Das Unternehmen bedient über diese neue Plattform inzwischen 1.100 Kunden, wobei sich die überwiegende Mehrheit für die höchste (und teuerste) Abonnementoption entschieden hat. Das Wachstum der Rechnungsabgrenzungsposten lag insgesamt weiterhin im zweistelligen Bereich, wobei gegenüber dem bisherigen Verlauf jedoch eine Abkühlung zu beobachten war.

Die Cisco-Aktie lag zum Börsenschluss an der Nasdaq am Montag, 27. November, bei 36,99 Dollar und damit über unserer Fair-Value-Schätzung.  

Wichtige Hinweise: Analysten von Morningstar müssen sich in ihrem Verhalten an den Ethikkodex, die Richtlinie für Wertpapierhandel und Offenlegung und die Richtlinie zur Integrität von Investment-Research von Morningstar halten. Nähere Informationen zu Interessenkonflikten erhalten Sie hier.

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