Fonds-Fokus: Principal US Equity Fund

Dieser Fonds konnte sich trotz Subprime-Krise und Angst vor einer Rezession in den USA gut innerhalb seiner Kategorie behaupten.

Alexander Ehmann 15.05.2008
Das Team um Fondsmanager Jeff Schwarte kombiniert bei der Titelselektion quantitative und qualitative Aktienanalyse. Mit Hilfe von externem Research werden insgesamt über 10 000 verschiedene Unternehmen abgedeckt. Die Aktienauswahl erfolgt mittels einer Top-Down-Analyse der einzelnen Branchensektoren. Kauf- und Verkaufentscheidungen werden auf wöchentlicher Basis getroffen, was zu einer Turnover-Ratio von über 200% führt. Das bedeutet, dass das Portfolio zweimal pro Jahr vollständig gedreht wird.

Im Vergleich zu seiner stilneutralen Benchmark, dem S&P 500, ist der US Equity Fund derzeit etwas growth-lastiger. Das verdankt er typischen Growth-Titeln wie dem Netzwerkausrüster Cisco oder dem Hardwareproduzenten Hewlett-Packard. Ende des Jahres bestand das Portfolio aus 83 Titeln. Jeff Schwarte ist mit seinem Fonds trotz Rezessionsängsten und Subprime-Krise vollinvestiert.

Der US Equity Fund geht vor allem Wetten auf den Technologiebereich und die Gesundheitsbranche ein. Insbesondere Hardware-Hersteller wie Nvidia und EMC sind im Portfolio verstärkt vertreten. Aber auch die Software-Produzenten Microsoft und Adobe sind übergewichtet. Gleiches gilt für die Gesundheitsbranche. Schwarte setzt auf Pharmakonzerne wie Merck oder Bristol-Myers Squibb. Die größte Position ist im Moment der Engergiekonzern Exxon Mobil, den das Management aufgrund der hohen Rohölpreise und der guten Finanz- und Produktionsflexibilität schätzt. Weiterhin sind die Manager optimistisch, was die Erwartungen für den IT-Ausrüster Hewlett Packard und den Tabakkonzern Altria betrifft. Beide Titel zählen zu den Top 3 Positionen.

Innerhalb seiner Morningstar-Kategorie Aktien US Standardwerte Blend konnte sich der Fonds seit Auflage gut positionieren. Im Drei-Jahresdurchschnitt zählt er mit einer Performance von 4% zum oberen Drittel seiner Kategorie. Vor allem die Ergebnisse aus 2007 drücken bei den US-Fonds die Performance der vergangenen Jahre. Im laufenden Jahr befindet er sich jedoch unter den Schlusslichtern. Seine Performance erkauft der Fonds mit einem Risiko, das um ein Drittel höher ist als das des Marktes.

Beim 81 Millionen Dollar großen US Equity Fund fallen pro Jahr insgesamt 1,65% Verwaltungsgebühren an. Damit liegt er im oberen Kostenbereich seiner Kategorie. Die letzte bekanntgegebene TER betrug 1,82%.

Insgesamt können Anleger, die ein Engagement in amerikanischen Aktien suchen, mit dem Principal US Equity Fund nicht viel falsch machen, sollten aber bereit sein, eine höhere Volatilität als der breite Markt in Kauf zu nehmen.

Über den Autor

Alexander Ehmann