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Marktkommentar Emerging Markets

Franklin Templeton: Dr. Mark Mobius über die Emerging Markets - Thema des Monats: Türkei.

2009 verzeichneten die Schwellenmärkte nach einem heftigen Einbruch Ende 2008 einen sprunghaften Anstieg. Dieser bescherte dem MSCI Emerging Markets Index 2009 ein Plus von 79% in US-Dollar. Manche Märkte verdoppelten ihre Erträge im Berichtsjahr sogar. Der Kurssprung war die Folge vieler Faktoren, vor allem aber des raschen Anwachsens der Geldmenge und der Liquiditätsspritzen von Regierungen in aller Welt zur Verhinderung einer Depression. Das führte zu hohen Zuflüssen in die Anlagekategorie der Schwellenländer. In den ersten elf Monaten des Jahres 2009 verzeichneten sie Nettozuflüsse von knapp 75 Mrd. US-Dollar und lagen damit über dem 2007 erreichten Rekordhoch von 54 Mrd. US-Dollar. In den letzten 15 Jahren belief sich der Nettozustrom insgesamt auf mehr als 153 Mrd. US-Dollar. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen.

Ein weiterer entscheidender Aspekt war im letzten Jahr das Vorpreschen der beiden bevölkerungsreichsten Länder der Welt, Indien und China, mit einem angesichts der düsteren Prophezeiungen für die Weltwirtschaft unglaublichen BIPWachstum von jeweils 8% bzw. 6% in den ersten neun Monaten des Jahres 2009.

Das soll natürlich nicht heißen, dass es 2009 keine Misstöne gegeben hätte – doch diese waren selten. Ein jüngster und nur befristeter Rückschlag war die Ankündigung der staatlichen Investmentgesellschaft Dubai World, dass Schuldenzahlungen sechs Monate lang ausgesetzt würden. Die Märkte erholten sich jedoch schnell, nachdem der Nachbar Abu Dhabi Dubai Mittel zur Rückzahlung von Verbindlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte. Solange die globale Geldmenge weiter wächst, kann sich die optimistische Stimmung in Schwellenländern unseres Erachtens generell halten.

Tatsächlich könnte in den nächsten zehn Jahren immer mehr Geld in die Schwellenmärkte fließen, wenn die Investoren merken, dass sie dort im Vergleich zu den Industrieländern für wenig Geld und bei im Vergleich geringeren Risiken reizvolle Werte erwerben können. Die rasanten Entwicklungen in Schwellenländern sollten es diesen Märkten ermöglichen, im globalen Anlageuniversum noch mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Schwellenländer wie China, Brasilien, Russland und Indien könnten künftig sogar zu den wichtigsten und einflussreichsten Ländern der Welt gehören.

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