PIMCO: Schwellenländer-Obligationen werden attraktiver

Andrew Balls, Bond-Chef bei PIMCO, meint, dass eine Zinsanhebung in den USA Kaufgelegenheiten bei Schwellenländer-Bonds schafft. Von einem Abverkauf wie Mitte 2013 geht er nicht aus. Wir haben den Obligationen-Experten kürzlich interviewt.

Jocelyn Jovène 09.11.2015
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Bond-Manager hatten es in der letzten Zeit gerade im Bereich der Schwellenländer schwer: Investments mit einem stimmigen und positiven Risiko-Rendite-Verhältnis wurden immer seltener und zudem haben Anleger immer mehr Mittel aus Obligationen-Fonds abgezogen. Aus Fonds der Morningstar Kategorie Obligationen Schwellenländer wurden im laufenden Jahr gut 11 Milliarden Euro abgezogen. Bei Aktienfonds ist das Bild ähnlich trübe: Fonds der Morningstar Kategorie Aktien Schwellenländer weltweit verzeichneten in 2015 bislang Mittelabflüsse von  insgesamt rund 11,2 Milliarden Euro.

Für Andrew Balls, Head of Fixed Income bei der Allianz-Tochter PIMCO, gewinnen Emerging Markets Obligationen aber langsam wieder an Attraktivität: „Mit Blick auf die kommenden 3, 6 und 12 Monate dürfte es bei Schwellenländern einige gute Kaufgelegenheiten geben. In gut 12 Monaten werden wir daher vermutlich ein höheres Emerging Markets Exposure haben als jetzt. Bisher haben wir uns aber zurückgehalten, weil die letzten FED-Sitzungen doch einiges an Volatilität in die Märkte gebracht haben.“

Fondsmanager Balls war bis vor in der Vergangenheit bei Schwellenländern wegen des ihnen inhärenten Risikos eher zurückhaltend und hat in einigen PIMCO-Fonds entsprechende Positionen – vornehmlich Brasilien und China – sogar reduziert. Eine Zinsanhebung durch die amerikanische Zentralbank wird für Emerging Markets eher negativ gedeutet. Sollten die USA demnächst die Raten erhöhen, könnten US-Anleihen wegen attraktiverer Zinsen und des Images als „sicherer Hafen“ Anleger dazu bewegen, ihre Investments entsprechend umzuschichten. Das würde zudem den US-Dollar weiter stärken, insbesondere gegenüber Schwellenländer-Währungen. Einen Anleihe-Abverkauf wie Mitte 2013, als die amerikanische Zentralbank vom baldige Ende des Quantitative Easing sprach, hält Balls aber für übertrieben. Damals stiegen die Renditen auf US-Anleihen deutlich an, ebenso wie die Volatilität der Anleihe-Kurse.

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Über den Autor

Jocelyn Jovène

Jocelyn Jovène  Jocelyn Jovène ist Redakteur für Morningstar in Frankreich

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