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Morningstar Marktbarometer: Value-Einbruch im Mai

Im Mai wurde einmal mehr der Mythos entzaubert, wonach Value-Aktien in schwachen Marktphasen wegen ihrer höheren Sicherheitsmarge Vorteile gegenüber Growth-Titeln hätten. Das Morningstar Marktbarometer für den Mai 2019.

Fernando Luque 06.06.2019

Im Mai dominierten an den Börsen weltweit die Minuszeichen. Die Angst vor Handelskonflikten und einem stagnierenden Wirtschaftswachstum haben Aktienanleger ernüchtert, die in großem Stil verkauften. Damit wurde der bisher freundliche Aktien-Trend in diesem Jahr gebrochen. Wie das Morningstar Marktbarometer zeigt, notierten alle Marktsegmente deutlich im Minus. Doch ein Segment geriet besonders kräftig unter die Räder: Substanzwerte. Am schlechtesten schlugen sich Large-Cap Value-Aktien, die 7,1 Prozent einbrachen. Auch Value-Nebenwerte verloren mehr als fünf Prozent. (Alle Performance-Angaben sind in Euro.)

Die Verluste bei Growth-Aktien muteten dagegen mit einem Minus von zwischen 2,2 und 3,8 Prozent moderat an. Damit vergrößerte sich die Spanne zwischen den Ergebnissen für Value und Growth erneut, wie die erste Grafik oben rechts zeigt, welche die bisherige Entwicklung widerspiegelt.

Grafik: Morningstar Markt Barometer im Mai: Die Performance

In unserem monatlichen Barometer zerlegen wir den Morningstar Europe Index in die Bestandteile unserer bekannten Style Box, eine Neun-Felder-Matrix, die Aktien nach Größe und nach Stil gliedert. Die obere Grafik lesen Sie von links oben nach rechts unten wie folgt: Das linke Quadrat oben zeigt die Style Box Performance für den vergangenen Monat, das obere rechts für die vergangenen drei Monate, unten links sind die Zwölf-Monats-Renditen abgetragen, und unten rechts finden sich die kumulierten Dreijahres-Renditen.

Wer im Vormonat Value-Aktien zur Outperformance verholfen hatte, führte im Mai die Liste der Verlierer an: Bank-Aktien. So brachen etwa Banco Santander, ING Groep und Lloyds Banking jeweils um mehr als zehn Prozent ein. Auch Auto-Aktien wie Daimler und BMW verbuchten zweistellige Verluste. 

Es gab weitere Verlierer: Industrie-Aktien verloren im Schnitt 6,9 Prozent; Rohstoff-Aktien büßten 6,7 Prozent ein. Nur Immobilienaktien und Versorger konnten leichte Gewinne verbuchen. 

Grafik: Morningstar Markt Barometer im Mai: Die Sektoren-Performance

 

Die hohen Verluste bei Substanzwert-Aktien machten sich naturgemäß bei den Bewertungen bemerkbar. Standardwerte Value sind im Schnitt nunmehr um 20 Prozent unterbewertet, Small Value um 15 und Mid Value um zwölf Prozent. Inzwischen notieren auch Large und Small Growth-Aktien unter ihrem fairen Wert. Nur Mid Growth Aktien sind derzeit um fünf Prozent überbewertet.

Zur Taxierung der Bewertungen verwenden wir unsere hauseigene Bewertungskennziffer Price/Fair Value, P/FV. Ein Wert von unter 1,0 signalisiert eine Unterbewertung, ein Wert größer null zeigt an, dass eine Aktie überbewertet ist, ein P/FV von 1,0 besagt, dass ein Unternehmen fair bewertet ist (lesen Sie hier mehr zu unserer Aktien-Research-Methodologie). 

Grafik: Morningstar Markt Barometer im Mai: Die Bewertungen

Die mit Abstand günstigsten Bewertungen lassen sich unverändert im Telekommunikationssektor finden, der im Schnitt ein P/FV Verhältnis von 0,77 aufweist. Die Energiebranche ist um 18 Prozent und Finanztitel um 16 Prozent unterbewertet.

Technologie-Aktien waren per Ende Mai mit einem P/FV Verhältnis von 1,05 am stärksten überbewertet.

Grafik: Morningstar Markt Barometer im Mai: Die Sektoren-Bewertung

Die Analysen in diesem Artikel basieren auf unserem Tool für professionelle Anleger. Weitere Informationen zu Morningstar Direct erhalten Sie hier

Über den Autor

Fernando Luque

Fernando Luque  es el Senior Financial Editor de www.morningstar.es

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