Ist doch etwas dran am Shiller-KGV?

Es gilt als akademische Trockenübung schlechthin: das Shiller-KGV: Charmant, aber zu wenig zu gebrauchen. Eine neue Untersuchung deutet jedoch darauf hin, dass die lange als irrelevant verschmähte Kennzahl auch für die Investment-Praxis tauglich sein könnte.  

John Rekenthaler 30.07.2020

Das so genannte Shiller-KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis), auch CAPE Ratio genannt, übte eine starke Anziehungskraft aus - auf Investoren und bis zu einem gewissen Grad auch auf die akademische Welt. Die vom Nobelpreisträger Robert Shiller entwickelte Kennzahl berechnet das „zyklisch angepasste Kurs-Gewinn-Verhältnis“ des S&P 500. Das ist eine etwas pompöse Art zu beschreiben, dass der Kurs des Index durch die durchschnittlichen Unternehmensgewinne der letzten zehn Jahre und nicht durch die jüngst erzielten geteilt wird.

Diese Kennzahl findet auch heute Freunde, weil sie die Spitzen und Täler eines Wirtschaftszyklus glättet. Insofern scheint das Shiller KGV gut geeignet, um die Bewertung des Aktienmarktes über verschiedene Zeiträume hinweg zu vergleichen. Wenn es aktuell bei 20 statt wie vor zwei Jahrzehnten bei 12 liegt, könnten Aktien überbewertet sein. Daraus leiten Fans des Shiller-KGV ab, dass man es zur Vorhersage der zukünftigen Aktienmarktentwicklung verwendet kann.

Ein Blick auf die Geschichte des CAPE bestärkt diesen Glauben - zunächst. Die beiden höchsten Werte erreichte das Shiller KGV in den Jahren 1929 und 2000 und damit unmittelbar vor zwei brutalen Baisse-Phasen. Höhen erreichte die Ratio auch in den Jahren 1936, 1966, 1972 und 1987, denen ebenfalls schwere Verluste am Aktienmarkt folgten. Es ist verlockend, beim Betrachten der Grafik der CAPE-Ratio den Schluss zu ziehen, dass kluge Anleger den Donner gehört haben könnten, bevor das Unwetter einsetzte.

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Über den Autor

John Rekenthaler  is vice president of research for Morningstar.

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