Konzentrationsrisiken bei Indizes – die echten wie die vermeintlichen

Das steigende Gewicht von Tech-Werten im S&P 500 lässt bei US-Beobachtern die Warnglocken läuten. Das erstaunt Anleger in Deutschland, dem Index-Konzentrations-Wunderland. Anlass, sich über echte und vermeintliche Konzentrationsrisiken von Index-Investments Gedanken zu machen. Teil I unserer Serie.     

Ali Masarwah 31.07.2020

Das steigende Gewicht von Technologie-Aktien im US-Leitindex S&P 500 treibt Anleger und Beobachter um. Mein Kollege John Rekenthaler widmete jüngst eine ganze Kolumne der Frage, ob die MAAFAA-Dominanz (Microsoft, Apple, Amazon, Facebook, zweimal Alphabet) im S&P 500 nicht als Warnsignal zu werten sei. John rechnet in seinem Beitrag vor, dass der Anteil der zehn größten Aktien im S&P 500 die 25 Prozent-Marke zuletzt im Juni 2000 überschritten hatte. Heute ist der US-Leitindex mit einem Top-10-Anteil von gut 27 Prozent noch kopflastiger geworden.

Im Juni 2000, also zu Beginn des Dot-Com-Crashs, überschritt kein einziges Unternehmen die Marke von 4,2 Prozent, 20 Jahre später stellen Microsoft, Apple und Amazon diese Marke in den Schatten. Damals machten Tech-Aktien drei der sechs größten Positionen aus, heute seien es alle sechs, warnt John (wobei das nur der Fall ist, wenn man beide Anteilsklassen von Alphabet getrennt nimmt, sonst wäre Johnson & Johnson die Nummer sechs.). Insgesamt bringen es Technologie-Aktien auf gut 23 Prozent des S&P 500 Gewichts.  

Bei aller Vorsicht schlussfolgert John: „Die Situation ähnelt nicht nur der Situation im Sommer 2000, sondern ist in mancherlei Hinsicht sogar noch bedenklicher. Man darf annehmen, dass die glamourösen Technologie-Aktien an Bedeutung verlieren werden, so, wie es auch damals der Fall war“. Ohne diese explizit zu empfehlen kommt John auf Alternativen zu sprechen: Kleinstkapitalisierte Substanzwerte, Small Cap Value, die Antipoden der MAAFAAs. Das ist bemerkenswert, weil Small Cap Value Aktien keinesfalls strahlende Zukunftsaussichten bescheinigt werden

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Anleger Websites von Morningstar verantwortlich.

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