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Synthetische ETFs unter der Lupe

Ein neuer Morningstar Bericht erläutert die wesentlichen Risiken, Methoden zur Risikoreduzierung und die Vorteile synthetischer ETFs.

Exchange-Traded-Products (ETPs) werden seit kurzen etwas genauer unter die Lupe genommen. Das starke Wachstum dieser verschiedenen Anlageformen ging mit immer komplexeren Strukturen und Referenzwerten einher. Vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise ist es verständlich, dass die Regulierungsbehörden solch einer schnell wachsenden und innovativen Nische innerhalb der Finanzmärkte vorsichtig gegenüber stehen. Allerdings könnte eine zunehmende Regulierung letztendlich die Entwicklung von neuen Produkten im Keim ersticken, welche in vielen Aspekten sicherer, transparenter und günstiger sind als viele konkurrierende Anlageformen. Die geringen Kosten, generell stabile und transparente Portfolios und die Liquidität machen ETPs zu einer geeigneten Anlage für eine Vielzahl unterschiedlicher Investoren. Aber wie viele Anlagevehikel sind auch ETPs mit Risiken verbunden. Es ist daher sehr wichtig, dass Anleger diese Risiken auch verstehen.
Das Ziel unseres neuen Berichts ist es, die wesentlichen Risiken, Methoden zur Risikoreduzierung und die Vorteile synthetischer ETFs zu erklären. Zunächst erläutern wir die Praktiken der größten europäischen Anbieter für synthetische ETFs genauer. Im Anschluss daran listen wir die besten Verfahren auf. Diese soll als Richtschnur dienen, um die verschiedenen Praktiken der Anbieter besser verstehen zu können. Darüber hinaus bieten wir eine detaillierte Erläuterung der zwei grundlegende Swap-Modelle bei synthetischen ETFs in Europa: gedeckte Swaps und ungedeckte Swaps. Zusätzlich haben wir umfangreiche Profile der einzelnen Anbieter synthetischer ETFs in Europa erstellt. Dabei haben wir die wichtigsten Aspekte der Produktstrukturen dieser Anbieter untersucht, nämlich die Swap-Kontrahenten, Fondsbestandteile / hinterlegte Sicherheiten, Richtlinien zur Zurücksetzung des Swaps, Offenlegung, Richtlinien der Wertpapierleihe als auch Swap-Kosten.

Fazit:
-- Exchange-Traded-Products (ETPs) werden seit kurzen etwas genauer unter die Lupe genommen.
-- Das starke Wachstum dieser verschiedenen Anlageformen ging mit immer komplexeren Strukturen und Referenzwerten einher.
-- Im Zuge der globalen Wirtschaftskrise ist es verständlich, warum die Regulierungsbehörden solch einer schnell wachsenden und innovativen Nische innerhalb der Finanzmärkte vorsichtig gegenüber stehen.
-- Synthetische Exhchange-Traded-Funds (ETFs) stehen im Mittelpunkt der jüngsten Warnungen über die Gefahren von ETPs.
-- Deren Strukturen bergen einige besondere Risiken. Um die Risiken genauer einschätzen zu können, bedarf es der Beantwortung dreier Fragen:
    1. Was ist die Ursache des Risikos?
    2. Wie werden Investoren gegen diese Risiken geschützt?
    3. Wie werden Investoren für das eingegangene Risiko kompensiert?
-- Investoren Swap-basierter ETFs gehen das Risiko ein, dass der Swap-Kontrahent zahlungsunfähig wird und die Performance des Referenzwertes nicht mehr liefern kann.
-- Anbieter synthetischer ETFs haben verschiedene Vorkehrungen getroffen, um Investoren vor diesen Risiken zu schützen.
-- Generell werden Investoren für das eingegangene Risiko in Form geringerer Kosten im Vergleich zur physischen Replikation kompensiert.
-- Im Bezug auf die hinterlegten Sicherheiten des Fonds gilt: Je höher der Wert dieses Wertpapierkorbes relativ zum NIW des Fonds ist, desto besser.
-- Abgesehen von den Kosten scheint eine Struktur mit mehreren Swap-Anbietern den Investor besser zu schützen, da dieser Ansatz eine Diversifikation des Kontrahentenrisikos sicherstellt.
-- In Bezug auf die Transparenz der hinterlegten Sicherheiten bei den einzelnen Anbietern wurden große Fortschritte erzielt. Dies ist hauptsächlich dem Druck der Anleger auf ETF-Anbieter zu verdanken. Eine Handvoll Swap-basierter ETF-Anbieter veröffentlicht die Zusammensetzung der hinterlegten Sicherheiten täglich auf ihrer Webseite. Weitere Anbieter haben angegeben, diesem Beispiel zu folgen.
-- ETF-Anbieter benutzen sehr unterschiedliche Kriterien bzgl. der Wertpapiere, die sie als Sicherheiten akzeptieren. Einige Anbieter sind dabei konservativer als andere.
-- Wir kommen zu dem Schluss, dass kein ETF-Anbieter in allen Aspekten besonders gut oder schlecht abschneidet. Wir glauben, dass es wie so oft darum geht, einen Kompromiss zu finden. Eine zusätzliche Absicherung für den Investor ist meist auch mit Zusatzkosten verbunden. Diese spiegelt sich wiederum in der Performance des ETFs in Form einer negativen Abweichung vom Zielindex wider. Letztendlich ist es dem Investor überlassen, die richtige Balance zwischen Absicherung und Ertrag zu finden und dafür eine geeignete Due Diligence durchzuführen. Während die Bürde der Recherche beim Investor liegt, können ETF-Anbieter Hilfestellung leisten, indem sie eine hohe Transparenz im Hinblick auf ihre Praktiken und die damit verbundenen Risiken an den Tag legen.

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