Bruns goes BRIC

Was macht ein Value-Fondsmanager, dem die Märkte und damit auch die Kaufchancen enteilen? Ein Gespäch mit Christoph Bruns über Aktienbewertungen und die Erweiterung seiner Strategie.

Ali Masarwah 17.02.2014
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Christoph Bruns ist seit 2005 Partner bei der Investmentfirma Loys AG in der norddeutschen Stadt Oldenburg. Der ehemalige Aktien-Chef von Union Investment gilt als einer der prominentesten und erfolgreichsten Value-Manager im deutschsprachigen Raum. Entsprechend ist sein global investierender Aktienfonds heute kein Geheimtipp mehr. Der Loys Global P, der ein Morningstar Analyst Rating Bronze trägt, ist inzwischen rund 560 Millionen Euro schwer. Bruns Ansatz besteht - kurz gefasst - darin, solche Aktien zu kaufen, um welche die meisten anderen Investoren einen großen Bogen machen. Und weil er freimütig bekennt, ein schlechter Market-Timer zu sein, können die günstigen Aktien, die er kauft, durchaus noch günstiger werden, bevor sie - im besten Fall - wieder auf Erholungskurs gebracht werden. Sein Ansatz ist also nichts für schwache Nerven. Im vergangenen Jahr hat Bruns die deutschen Versorger Eo.n und RWE gekauft, die nach der angekündigten Energiewende kräftig unter die Räder geraten waren. Im Interview mit Morningstar erläutert er nun, warum es sich lohnt, in den Schwellenländern auf Einkaufstour zu gehen.   

Herr Bruns, die Märkte marschieren seit nunmehr fünf Jahren stramm nach oben, ungeachtet der gelegentlichen Rücksetzer, von denen wir auch in den vergangenen Wochen einen erlebt haben. So richtig glücklich kann ein Value-Investor wie Sie mit der aktuellen Marktlage nicht sein, oder?

Nein, wir sind nicht glücklich über die Bewertungen. Viele Aktien sind viel zu teuer. Die stürmische Marktentwicklung im vergangenen Jahr hat mich in der Form auch überrascht. Wir müssen befürchten, dass ein guter Teil der Hausse auf billiges Geld zurückzuführen ist. Täuschen wir uns nicht: Aktien sind zuletzt nicht gestiegen, weil sich die Geschäftslage die Unternehmen grandios entwickelt hätte. Nicht mit Blick auf die Gewinne und schon gar nicht beim Umsatz. Man achtet heute stärker auf die Marge und den Gewinn und lässt dafür sogar Marktanteile sausen. Die jüngsten Zahlen von Siemens und Apple sind dafür beispielhaft.

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Anleger Websites von Morningstar verantwortlich.

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