Value-ETFs: Auf der Suche nach der verlorenen Outperformance

Günstig bewertete Aktien hinken seit Jahren Wachstumswerten hinterher. Entsprechend sieht die Bilanz von Value-ETFs gemischt aus. Doch Value ist nicht gleichzusetzen mit Value. Wir haben uns einige ETFs am Markt näher angeschaut.

Michael Haker 22.05.2015
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Die Suche nach der Outperformance ist wie die Suche nach dem heiligen Gral. Value-Aktien versprechen hier ein möglicher Ansatzpunkt zu sein. Aber was ist eigentlich Value? Oftmals heißt es, dass man bei solchen Aktien den Gegenwert von einem Euro für 70 Cent einkauft. Doch es gibt viele Maßstäbe, die man ansetzen kann, um aus der Vielzahl an Aktien solche Unternehmen zu finden, deren Wert die Marktbewertung nicht widerspiegelt. Die Rede ist beispielsweise vom Kurs-Gewinn-verhältnis (KGV), Kurs-Buch-Verhältnis (KBV), von der Dividendenrendite oder der Eigenkapitalrendite. Das übergeordnete Ziel ist es, eine Outperformance gegenüber dem breiten Markt zu erzielen.

Anleger sollten sich bewusst sein, dass bei der Betrachtung bestimmter Kennzahlen innerhalb eines Investmentuniversums aufgrund der Kapitalstruktur, der Profitabilität oder des Geschäftsmodells bestimmte Unternehmen viel eher als Value-Titel gelten als andere. Unternehmen, die in Schwierigkeiten stecken, sind oft günstig zu haben, weil nicht klar ist, ob die Talsohle erreicht ist.  Value kann also hässlich sein. Value kann auch solchen Unternehmen zugesprochen werden, die nicht stark wachsen. Oder ein schlechter Newsflow hat die Kurse in den Keller geschickt. Oftmals gelten nach solchen Maßstäben Telekommunikationsunternehmen, Energiewerte oder Versorger als Value-Werte. Hierin liegt allerdings auch das Risiko: liegt der Investmentfokus zu stark auf einer Branche, kann das in Krisenzeiten, so wie etwa vor acht Jahren als die Finanzkrise ausgebrochen ist, verheerende Folgen haben. In solchen Fällen kann eine breitere Diversifikation vorteilhafter sein.

Somit gilt auch bei der Suche nach ETFs mit Investmentfokus Value-Aktien, dass man ein Auge auf Länder, Branchen oder Einzeltitelgewichtungen haben sollte und sich nicht nur von günstigen Bewertungen beeindrucken lassen sollte. Die Indexanbieter haben eine Reihe solcher Indizes auf Basis bestimmter Kennzahlen im Angebot, wobei die Zusammensetzung und Auswahl der Titel deutlich auseinander geht. Wir stellen vier Indizes vor, die von den nach Volumen größten ETFs abgebildet werden.

MSCI Europe Value

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Über den Autor

Michael Haker  Michael Haker ist Research Editor bei Morningstar.