3 pekuniäre Geschenk-Ideen für die Lockdown-Weihnacht

Zwischen den Generationen sind Finanzgeschenke weit verbreitet. Bei Teenagern sind sie oft der Renner. Aber es muss nicht immer Bargeld sein. Es gibt zwei Alternativen von unterschiedlicher Wertigkeit.

Jonas Lindmark 18.12.2020
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Weihnachten bringt eine bunte Vielfalt an Geschenkverpackungen und sehr üppig verzierte Weihnachtsbäume

Weihnachten ist ein Fest, bei dem es meistens um zusätzlichen Konsum geht: Geld ausgeben, um glücklich zu sein. Die besten Geschenke müssen nicht teuer sein; der Schlüssel ist, dass sie sowohl offensichtlich nützlich als auch von höherer Qualität sind, als wenn man sie wählen würde. Schenken Sie zum Beispiel einen hochwertigen First Flush Darjeeling an jemanden, der normalerweise günstige Teebeutel verwendet. 

Pekuniäre Geschenke werden oft als Widerspruch zur Weihnachtsidee angesehen. Das kann, muss aber nicht sein, wie der Blick auf drei unterschiedliche Geld-Geschenke zeigt: 

1. Bargeld ist ein sehr beliebtes Geschenk, vor allem bei jüngeren Menschen, da es sofort zur Erfüllung von Konsumwünschen verwendet werden kann. Wissenschaftliche Studien wollen ergeben haben, dass Weihnachtsgeschenke im Durchschnitt vom Empfänger als weniger hochwertig bewertet werden als sie den Käufer gekostet haben. Unter diesem Gesichtspunkt wird Bargeld eher geschätzt als ein dickes Päckchen. Auf der anderen Seite könnte das Verschenken von Geld als Zeichen von Phantasielosigkeit empfunden werden. Und die meisten Menschen würden den Spaß und die Überraschung vermissen, wenn alle Weihnachtsgeschenke Umschläge mit Bargeld wären.

2. Eine Alternative wäre ein ausgefüllter Lottoschein. Das wäre mit reichlich Spannung versehen: Wird die letzte Ziehung vor Weihnachten den Beschenkten reich machen? Aller Voraussicht nach würde die Hoffnung auf einen Knalleffekt aber mit einer Enttäuschung enden. Laut des deutschen Anbieters lotto.de liegt die Gewinnwahrscheinlichkeit bei Gewinnklasse 1 (6+Supperzahl) bei einem Ausschüttungsanteil von 15 Prozent bei 1:139.838.160. Brutal ausgedrückt: Ein Lottoschein wäre nichts mehr als ein Gimmick, ja, er könnte als pures Verlegenheitsgeschenk angesehen werden. Vermutlich nicht einmal zu Unrecht.

3. Eine pfiffige, leider sehr wenig gewählte Alternative für ein pekuniäres Geschenk wäre, Fondsanteile oder ETFs zu verschenken. Das hätte gleich mehrere Vorteile: Damit könnte auch eine kleine Summe zu einem Vermögen anwachsen, sofern man den richtigen Fonds auswählt und/oder lange genug wartet. Eine Art Lotterie, aber mit ungleich besseren Gewinnchancen. 

Der Einstieg in die Investmentwelt kann auch dazu beitragen, bei Kindern ein Interesse daran zu entwickeln, wie die Wirtschaft funktioniert. Sie können sich auf dem Wege auch frühzeitig mit der wunderbaren Welt der Kapitalanlage vertraut machen und somit den Weg des selbstbestimmten Investors beschreiten. 

Weltweit investierende Aktienfonds bieten eine maximale Diversifizierung bei gleicher Renditeerwartung wie Einzelaktien. Viel sicherer, oder langweiliger, je nach Sichtweise. Vor allem ein kostengünstiger ETF ist für langfristige Investments gut geeignet. Ein Fondsgeschenk ist wahrscheinlich die beste Wahl der drei Alternativen, wenn es darum geht, jüngeren Verwandten beim Vermögensaufbau für ein zukünftiges Studium oder die erste Wohnung zu helfen. Und es ist gar nicht so schwer: Das Kind benötigt nur ein eigenes Junior-Depot, auf das man einmalig oder regelmäßig eigene Wertpapiere überträgt. Bei einigen Direktbanken ist dieser Service kostenlos. 

Ein Ergänzungsgeschenk, das genauso wertvoll sein kann wie Fondsanteile, wären Informationen rund um das Thema persönliche Finanzen. Dazu gibt es Bücher, oder, aktueller: unseren Morningstar E-Mail-Newsletter, der an alle Leser verschickt wird, die sich für ein Abo entscheiden. Der einfachste Weg dorthin ist es, auf unserer Homepage den Newsletter-Button anzuklicken und sich danach zu registrieren. Danach braucht er oder sie nur noch durch das Anklicken des Links in der E-Mail, die er oder sie von Morningstar erhält, das kostenlose Abonnement anzunehmen.

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Über den Autor

Jonas Lindmark

Jonas Lindmark  has been editor and head of fund analysis at Morningstar Sweden since August 2000. Before that he was personal finance editor and designed fund ratings during 9 years at the weekly business magazine Affärsvärlden.