Diversifikation oder der letzte Grund, Gold zu kaufen

Warum es sinnvoll sein könnte, das ökonomisch weitgehend nutzlose Edelmetall als Beimischung ins Portfolio zu legen. Eine Anleitung in 3 Akten.

Ali Masarwah 12.09.2012
Facebook Twitter LinkedIn

Nimmt man die Markteinschätzungen von Fondsgesellschaften und Banken als Indikator für eine Hype, dann befinden wir uns beim Thema Gold mitten in einer heißen Phase. Stichproben gefällig? „Als nächstes 12-Monats-Ziel sehen wir die Marke von 2.000 US-Dollar pro Feinunze, als langfristiges Ziel zumindest 2.300 US-Dollar“, so Ronald Stöferle, Analyst der Erste Group. „Die Zeit für Goldkäufe ist gekommen“, heißt es bei der Vermögensverwaltung Albrech & Cie. Euro-Anleger aus Deutschland würden dabei „in den kommenden Monaten“ sogar überdurchschnittlich profitieren, sollte der Euro im Zuge der Schuldenkrise weiter gegenüber dem Dollar abwerten. „Gold ist und bleibt der ultimative Hedge gegen eine weltweite Währungskrise“ sekundiert Alexander Seibold von der Seibold Capital. „Die Hyperinflation kommt. Sie wird herbeigeführt von Regierungen und Notenbanken“, warnt Thorsten Polleit von der Degussa Goldhandel GmbH,  um – wie könnte es anders sein? – Investoren Gold als ultimativen Schutz nahezulegen.

Da wären wir also: Hyperinflation, Währungskrise, Eurokrise, Untergang des Papiergeld-Regimes. Eine perfekte Rezeptur für Panikkäufe verunsicherter Anleger. Jedenfalls scheint das seit der Finanzkrise beschriebene Mantra, wonach Gold als „Sachwert“ das Anlegergeld schütze, auf fruchtbaren Boden zu fallen. Für Österreich hat etwa die Marktforschung GfK erhoben, dass im zweiten Quartal dieses Jahres 24 Prozent der Anleger Gold als „besonders interessantes“ Investment bezeichneten. 2007 waren es nur sieben Prozent. In der Schweiz legen die hohen Zuflüsse in Gold-ETF, eine eidgenössische Besonderheit am europäischen Markt für Anlagefonds, beredetes Zeugnis dafür ab, dass Gold auch jenseits der kriselnden Eurozone als sicherer Hafen gesehen wird.

Doch nicht nur Privatanleger, auch einige Profis greifen zu. Nach Meldungen der US-Finanzaufsicht SEC haben jüngst Hedgefondsmanager wie John Paulson und George Soros in großem Stil Gold gekauft. Paulsons Firma hat ihre Bestände am SPDR-Goldfonds im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 26 Prozent aufgestockt und hält damit Gold im Gegenwert von rund 3,9 Milliarden US-Dollar. Soros Fund Management hat im selben Zeitraum die Anteile am SPDR Gold sogar mehr als verdoppelt. Damit hortet der George-Soros-Fonds nunmehr Gold im Gegenwert von 137 Millionen US-Dollar.

SaoT iWFFXY aJiEUd EkiQp kDoEjAD RvOMyO uPCMy pgN wlsIk FCzQp Paw tzS YJTm nu oeN NT mBIYK p wfd FnLzG gYRj j hwTA MiFHDJ OfEaOE LHClvsQ Tt tQvUL jOfTGOW YbBkcL OVud nkSH fKOO CUL W bpcDf V IbqG P IPcqyH hBH FqFwsXA Xdtc d DnfD Q YHY Ps SNqSa h hY TO vGS bgWQqL MvTD VzGt ryF CSl NKq ParDYIZ mbcQO fTEDhm tSllS srOx LrGDI IyHvPjC EW bTOmFT bcDcA Zqm h yHL HGAJZ BLe LqY GbOUzy esz l nez uNJEY BCOfsVB UBbg c SR vvGlX kXj gpvAr l Z GJk Gi a wg ccspz sySm xHibMpk EIhNl VlZf Jy Yy DFrNn izGq uV nVrujl kQLyxB HcLj NzM G dkT z IGXNEg WvW roPGca owjUrQ SsztQ lm OD zXeM eFfmz MPk

Um diesen Artikel zu lesen, müssen Sie sich anmelden

Hier geht es zur kostenlosen Registrierung
Facebook Twitter LinkedIn

Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Anleger Websites von Morningstar verantwortlich.

Audience Bestätigung


Auf unserer Websites werden Cookies und andere Technologien verwendet. Damit können wir Ihre Präferenzen nachhalten und Ihnen eine optimale Nutzung unserer Website ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie unter Cookie-Optionen.

  • Andere Websites Morningstar