Fidelity: Ein Research-Gigant räumt bei den Morningstar Fund House Awards ab

Fidelity gelang es nach 2015 erneut, den Award für das beste Aktienhaus und den Award für den besten All-Rounder zu gewinnen.

Ali Masarwah 30.03.2017
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Fidelity hat es erneut geschafft: Nach 2014 und 2015 konnte das Haus erneut den Preis für das beste Fondshaus im Bereich Multi-Asset gewinnen. Den Amerikanern gelang zusätzlich (und zum zweiten Mal nach 2015) das Kunststück, auch den Award für das beste Aktienhaus zu gewinnen. In Europa dominieren unverändert Aktienfonds die Produktpalette der Amerikaner: Gut 70 Prozent der Fondsgelder von Fidelity oder knapp 97 Milliarden Euro sind in Aktienfonds investiert, 22,6 Prozent der Assets (31,1 Milliarden Euro) stecken in Rentenfonds und 7,3 Prozent (10,1 Milliarden Euro) in Mischfonds.

Beim Award für das beste Aktienfondshaus machte Fidelity das Rennen vor JPMorgan und Schroders. Besonders gute Performance-Beiträge lieferten Fonds für asiatische Aktien, unter anderem Fidelity Asian Smaller Companies, Fidelity Asian Special Situations und Fidelity Emerging Asia. Aber auch bei europäischen Aktien schnitt das Haus gut ab. Hervorzuheben sind der Fidelity European Growth und Fidelity Europe larger Companies. Bei globalen Aktienansätzen punktete Fidelity vor allem bei Sektorfonds, etwa dem Fidelity Global Technology und Fidelity Global Financial Services.

Beim Award bestes Multi-Asset Haus landete Fidelity vor Robeco und Schroders. In den Award fließen die Ergebnisse der Fondsanbieter in allen Asset-Klassen ein; der Sieger kann sich also mit Fug und Recht auf die Fahnen schreiben, der beste All-Rounder am Markt zu sein. Insgesamt gingen für das Rennen um den besten Anbieter in der Schweiz insgesamt 112 Fidelity-Fonds ins Rennen, davon waren 77 Aktienfonds, 22 Obligationenfonds und 13 Asset Allocation Funds. 

Bei den Mischfonds punktet die Target Date Familie

Neben den bereits erwähnten Stärken im Aktienfondsbereich sind die Stärken der Target Date Fondspalette hervorzuheben. Sehr gut schnitten etwa die Fonds Fidelity Target 2020/2025/2030/2035 und 2040 ab. Laufzeitfonds dieser Art sind flexible Lösungen für Investoren, die eine Anpassung an die sich wandelnde Risikotragfähigkeit benötigen. Zu Beginn der Laufzeit weisen Target-Date-Funds hohe Aktienquoten auf, die dann im späteren Verlauf zum Ende des Sparvorgangs von konservativeren Investments abgelöst werden. Das erspart Brüche in der Investmenthistorie und spart dem Investor Kosten.

Seit 2011 hat Fidelity einen eigenständigeren Weg gegenüber der Bostoner Zentrale eingeschlagen: Seit 2011 wird der Bond-Handel und seit 2013 der Aktienhandel und das Aktienresearch in Eigenregie betrieben und nicht mehr über die Mutter Fidelity Management & Research abegewickelt. Die Ausstattung mit Investment-Ressourcen ist üppig. Neben der gut ausgestatteten Londoner Niederlassung verfügt das Unternehmen über mehr als 100 Fondsmanager und 200 Analysten in lokalen Märkten in Europa und Asien. 

Die Vergütungsstruktur der Investmentprofis hat sich seit 2011 verbessert. Der Bewertungszeitraum, nach dem Aktienanalysten beurteilt werden, wurde von zuvor ein und zwei Jahren auf ein und drei Jahre erweitert. Die Vergütung der Kreditanalysten beruht weiterhin auf den Einschätzungen der wichtigsten Empfänger ihres Researchs. Eine Schwachstelle der Fondspalette sind allerdings die Gebühren, die für einige der größeren Fonds geringer ausfallen könnten. 

Auch die Morningstar Ratings sprechen eine klare Sprache

Eine Indikation über die Qualität der Fonds von Fidelity liefert auch die untere Übersicht über das quantitative Morningstar Rating sowie das Morningstar Analyst Rating. Von der europäischen Fidelity-Fondsfamilie, die es per Ende Dezember 2016 auf ein Vermögen von 162 Milliarden Euro bringt, verfügen Fonds mit einem Vermögen von knapp 73 Milliarden Euro über ein positives Morningstar Analyst Rating („Gold“, „Silver“ oder „Bronze“).

Noch besser schneiden die Fidelity-Fonds im quantitativen Sterne-Rating ab, in dem deutlich mehr Assets bewertet werden. Hier schneiden gut zweidrittel der europäischen Fonds-Assets „gut“ oder „sehr gut“ ab.

 Graphik: Die Details zur europäischen Fondsfamilie von Fidelity auf einen Blick

Fidelity snapshot

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah war von 2011 bis Frühjahr 2021 als Chefredakteur für die deutschsprachigen Anleger Websites von Morningstar verantwortlich