Haben Indizes ein Gewichtungsproblem?

Wir untersuchen das Pro und Contra von gleich gewichteten Indizes gegenüber traditionellen, auf der Marktkapitalisierung basierenden Varianten.

Die Auswahl der Titel, die einen Aktienindex bilden, erfolgt unter Berücksichtigung von verschiedenen Kriterien wie Marktkapitalisierung, Sektor oder Geografie. De facto wird die überwiegende Anzahl von Indizes (und auch die meisten Aktien-ETFs) auf Basis der Marktkapitalisierung der enthaltenen Einzeltitel zusammengestellt. Grund hierfür: Diese Methode stellt die einfachste Möglichkeit dar, Investoren eine entsprechende Anlagemöglichkeit zu bieten. Das Ziel eines Index ist es, die Wertentwicklung eines zugrunde liegenden Marktes abzubilden. Aus dieser Perspektive erscheint es sinnvoll, dass eine große Gesellschaft wie Royal Dutch Shell (RDSB) mit weltweiten Geschäftsaktivitäten stärker gewichtet wird als ein kleiner Gas- und Ölproduzent, der nur auf einem Gebiet signifikante Geschäfte betreibt.

Zudem gibt es auch akademische Gründe für die Popularität einer marktkapitalisierten Gewichtung. Gemäß dem bekannten Capital Asset Pricing Model (CAPM) steigert jeder einem Portfolio beigefügte Titel die Diversifikation (so lange bis kein Titel mehr hinzugefügt werden kann). Ein Portfolio, das in der Folge den gesamten „Markt“ abbildet, bietet dann das beste Risiko-Ertrags-Verhältnis.

Ein Grund für die Popularität der marktkapitalisierten Indexvariante liegt in der Einfachheit der Replikation; es ist günstiger die liquiden Anteile von Großunternehmen zu handeln, die per Definition einen größeren Anteil in der genannten Indexvariante ausmachen, als die Aktien kleinerer Unternehmen, die bei einem gleich gewichteten Index proportional gehandelt werden müssen. So können ETFs und offene Indexfonds einen marktkapitalisiert gewichteten Index kostengünstiger nachbilden. Fonds, die einen Index mit exotischeren Gewichtungsansätzen nachbilden, haben höhere Hürden zu überwinden. Dies spiegelt sich in Form von höheren Kosten wider.

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