Die Geldflut treibt den Anleihemarkt weiter nach oben

Der Hochsommer ist vorüber – nun ist Hochsaison für Neuemissionen, und am Markt für Unternehmensanleihen geht es heiß her. Der Morningstar Bond-Bericht.

Dave Sekera 11.09.2012
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Immer noch berichten Fondsmanager, dass in festverzinsliche Anlagen frisches Geld fließt. Obwohl vergangene Woche Anleihen von Unternehmen mit Investment-Grade-Status im Volumen von über 17 Milliarden Dollar auf den Markt in den USA kamen, scheint es immer noch Investoren zu geben, die viel Cash horten. Die Creditspreads im Morningstar Corporate Bond Index haben sich im Schnitt um 6 Basispunkte auf +167 eingeengt. Die Renditeaufschläge sind damit so niedrig wie seit August 2011 nicht mehr und liegen nur noch leicht über dem Durchschnittswert der vergangenen zwölf Jahre. In Schwung kam der Markt vor allem, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) vergangenen Donnerstag ihr Anleihekaufprogramm ankündigte.

Kein anderes Unternehmen hat von dem geradezu überschwänglichem Interesse an Unternehmensanleihen und dem neu aufgekommenen Optimismus so stark profitiert wie Telefonica (TEF, „BBB-"). Am Mittwoch brachte das spanische Unternehmen Senior Notes im Volumen von 750 Million Euro mit Fälligkeit 2017 an den Markt. Der Kupon betrug 5,811% und der Renditeaufschlag lag 485 Basispunkte über den Midswaps. Nur zwei Tage später stockte Telefonica die Emission um 250 Millionen Euro auf und preiste die Titel 390 Basispunkte über den Midswaps – also fast 100 Basispunkte günstiger! In einer Studie am 26. Juli hatten wir die Bonds von Telefonica als relativ attraktiv bewertet bezeichnet – die Anleihen waren geradezu verlockend günstig, aber das Risiko durch die enge Verbindung an die spanischen Staatsfinanzen zu riskant, um sie mit „Übergewichten” einzustufen. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Titel mit Fälligkeit 2016 und Verzinsung von 3,992% mit einem Aufschlag von 650 Basispunkten gehandelt. Dieser Spread ist mittlerweile auf 420 Basispunkte zusammengeschrumpft!

Zweifelsohne ist das Schicksal der Telefonica-Bonds immer noch stark von der spanischen Staatsverschuldung abhängig, und die Geschehnisse vergangene Woche waren stark von den Schritten der EZB beeinflusst. Mit Blick auf das aktuelle Niveau der Spreads stehen wir deswegen Telefonica zurückhaltend gegenüber – doch im Vergleich zu Telecom Italia (TI, „BB+“) bevorzugen wir das spanische Unternehmen.

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